Ta Prohm & Preah Khan auf deutsch
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Ta Prohm, und Preah Khan waren Ahnen-Tempel, gewidmet dem Andenken an die Mutter, beziehungsweise den Vater Königs Jayavarman VII.
Jeder Ahnen-Tempel war das Zentrum einer buddhistischen Kloster- und Universitäts-Stadt.

Ta Prohm

Geweiht 1186.

Ta Prohm, heute berühmt für die eindrucksvollen Wurzeln, war eine theologische Mönchs-Universität. Um die Wasser-Becken innerhalb des Wasser-Grabens sieht man die Überreste von 93 Zellen für die Dozenten.

Ta Prohm ist einige Jahre älter als Preah Khan. Trotzdem wird empfohlen erst Preah Khan zu besuchen, danach Ta Prohm. Die Anlagen ähneln sich im Aufbau. Preah Khan ist besser freigelegt & übersichtlicher. Deswegen wird dieser Temple ausführlicher dargestellt.

Foto-Album

Preah Khan

Geweiht 1191.

Etwa 2 km außerhalb des Nord-Tors von Angkor Thom liegt eine Kloster-Stadt. Ein komplexer Flach-Tempel bildet das Zentrum. In Preah Khan lebten mehr als 15.000 Mönche und ihre Bedienstete, hier war eine Kloster-Universität. und Universitäts-Klinik, ein medizinisches Zentrum für das Königreich.

Jayavarman VII. weihte den zentralen Tempel dem Bodhisattva Avalokiteshvara und dem Andenken an seinen Vater (so wie Ta Prohm seiner Mutter). Ein Bodhisattva ist ein buddhistischen Gott.

Die Stadt ist im Grundriss rechteckig, die Umfassungs-Mauer misst 870 m West-Ost und 700 m Nord-Süd. In den Achsen stehen vier Stadt-Tore.

Der Tempel, im Schnittpunkt der Achsen, ist ebenfalls rechteckig, seine Umfassungs-Mauer misst 220 m West-Ost und 170 m Nord-Süd.
Ae, As, Aw, An    Stadt-Tore (Titelfoto: Südtor)
B    Nördlicher Baray
C    Zentraler Tempel
F    Feuer-Schrein
G    Laterit-Mauer mit Garuda-Reliefs, 870 m mal 700 m
H    Halle der Tänzerinnen
L    Landestelle
M    Wasser-Graben
P    Standort eines Palastes (?)
S, W, N    Satelliten-Tempel auf den Achsen des zentralen Tempels
T    Umfassungs-Mauer des Tempels, 220 mal 170 m

Der komplexe Grundriss von Preah Khan (Plan: Stierlin, S. 176, bearbeitet.)

  • [gelb] Den zentralen Turm rahmen doppelte Galerien ein. Nach Osten ist die "Halle der Tänzerinnen" vorgelagert, eine kreuzförmige Galerie, und ein breiter Torbau mit fünf Eingängen, beides wie in Angkor Wat.
  • [orange & grün] Nach Westen, Norden & Süden sind, jeweils auf den Achsen, Satelliten-Tempel vorgelagert.
  • Später wurden, unsymmetrisch, Schreine in die Höfe gepfercht. Das stattliche Gebäude auf Pfählen nördlich der 'Halle der Tänzerinnen' (A) sieht aus wie die steinerne Kopie eines Reis-Speichers; es gab keine Treppe nach oben.

Foto-Album.

Neak Pean,
der 'Tempel der gewundenen Naga', ist ein Wasser-Heiligtum aus dieser Zeit.

Foto-Album
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