Angkor Wat
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Vishnu - Pyramide - Untere Kreuz-Gallerie - Oberste Stufe & Türme - Devata & Apsara - Foto Album - Album Flach-Reliefs

Angkor Wat markiert den Höhepunkt der Architektur der Khmer: Neun schlanke Türme von enormer Höhe krönen eine gigantische drei-stufige Pyramide, deren Stufen von Gallerien gesäumt werden. Eine Umfassungsmauer mit vier Toren und ein majestätischer Wassergraben rahmen den Tempel ein.

Angkor Wat wurde von König Suryavarman II. erbaut, in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, und dem hinduistischen Gott Vishnu geweiht

Angkor Wat, Blick von Westen

Die Pyramide ist eingerahmt von einem Wasser-Graben und einer Umfassungs-Mauer. Die Maße des Wasser-Grabens: 190 Meter breit, 1.300 Meter Nord-Süd, 1.500 Meter Ost-West, 1,2 Quadratkilometer.

Im Westen ist ein breiter Eingangs-Bau mit drei Tor-Türmen und zwei seitlichen Tor-Pavillons vorgelagert. Eine erhöhte Avenue führt über einen gemauerten Damm durch den mittleren Tor-Turm und 350 Meter weiter zum zentralen Eingang der Pyramide. Auf halber Strecke stehen zwei große Hallen.

Der Weg von Westen über die Avenue zur Pyramide und die untere Kreuz-Galerie bildetn den Höhepunkt des Besuches von Angkor Wat.

Ruhender Vishnu

Westlicher Torbau, Haupteingang, West-Seite (Detail) Rechts ruht Vishnu, vier-armig, auf einem endlos langen Naga, dessen Köpfe beschützend über ihm aufsteigen. Lakshmi , seine Gemahlin, hält seine Beine. Aus seinem Nabel wächst ein goldener Lotus; aus dessen Kelch entspringt Brahma , der Schöpfergott. Vier Arme und drei seiner vier Gesichter sind sichtbar. Der Naga schwimmt auf dem Ur-Meer; das Relief steht dem Wasser-Graben von Angkor Wat – einem Abbild des Ur-Meeres – gegenüber.

Reliefs machen die Götter und ihre Taten präsent. Sie verwandeln einen von Menschenhand erschaffenen Bau in einen himmlischen Ort.
Stehender Vishnu mit acht Armen

Diese Statue aus der Bayon-Zeit wurde nachträglich hier aufgestellt, mit dem Rücken zur Pyramide. Die Einheimischen verehren in dieser Statue den Schutzgeist Leang Neak Ta Reach.

Pyramide von Südwesten

Die Pyramide erhebt sich auf einer 2 m hohen Erd-Terrasse, die von einer Mauer mit Naga-Balustraden umgrenzt wird. Jede Stufe der Pyramide ist etwa halb so breit und doppelt so hoch wie die darunter liegende.

  • Die untere Stufe ist 203 m breit, 3 m hoch. Hier ist die Galerie der großen Flach-Reliefs.
  • Die zweite Stufe, 7 m hoch, trägt vier Türme an den Ecken. 
  • Die obere Stufe ist 13 m hoch, sie trägt die fünf Türme der Quincunx.

Auf jeder Stufe der Pyramide steht eine Galerie. Insgesamt neun große Türme krönen das Bauwerk; die unteren, äußeren, haben ihre Spitzen verloren.

Dieser Tempel-Berg symbolisiert den Berg Meru mit seinen fünf Gipfeln, das Zentrum der Welt; aus jeder Himmelsrichtung sind fünf Türme zu sehen. Die Tempelanlage mit dem Wasser-Graben ist ein Abbild der Welt, umgeben vom Ur-Meer. Die Welt ist geordnet und in Harmonie.

Untere Kreuz-Galerie

In der Eingangs-Halle der Pyramide kreuzen sich zwei Galerien, jede flankiert von Halb-Gallerien. Die quadratischen Becken in den vier Höfen waren mit Wasser gefüllt.

Untere Kreuz-Galerie, mittleres Treppenhaus von Nordwesten

Drei, je etwa sieben Meter hohe Treppen steigen zur zweiten Stufe der Pyramide. Die verschachtelten Segmente der Treppenhäuser sind geschmückt mit gestuften Giebeln.

Die oberste Stufe der Pyramide

Im zweiten Hof ragt die dritte Stufe der Pyramide empor, 13 m hoch. Zwölf steile Treppen führen zu den Eingängen auf den vier Seiten und zu den Eck-Türmen. Der zentrale Turm ist von hier nicht zu sehen.

Die oberste Stufe ist über Holztreppen in Nord-Osten zugänglich..

Zentraler Turm von Angkor Wat

  • Doppelte Vorhallen, von Pfeilern getragen.
  • Kreuzförmiger Grundriss, nach vier Seiten offen.
  • Cella, außen zwei Simse übereinander.
  • Vier abgestufte Schein-Geschosse, außen Simse.
  • Auf den Simsen stehen spitz zulaufende Aufsätze. Die Aufsätze sind leicht nach innen gebogen, sie schließen die Oberfläche optisch und lassen die Türme filigran erscheinen.
  • Drei runde Elemente, „offene Lotus-Blüten",
  • Konische Spitze.

Die Pyramide von Osten

Hier sehen wir fünf Türme in einer Gruppe neben einander. Die Pyramide von Angkor Wat hat neun(!) Türme. Die äußeren Türme haben ihre Spitzen verloren und werden deshalb oft übersehen.

Devata

In der Schönheit ewiger Jugend, in phantastischer Aufmachung, den Sitten der Zeit entsprechend barbusig, schmücken etwa zweitausend Devata , Göttinnen, die Wände von Angkor Wat. Sie bewachen das Heiligtum; zugleich ist ihre Schönheit eine sinnenfällige Repräsentation des Göttlichen.

Apsara

Die Apsara sind verführerisch schöne Nymphen, erschaffen zum Vergnügen der Götter.

Bitte nicht mit den Devata verwechseln! Das tut fast jeder. Aber: Im Kambodschanischen ist das Wort Apsara anrüchig, es heißt so viel wie working girl.

Literatur & Links

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Die Pyramide von Westen
Blick vom Ballon im Westen
Ruhender Vishnu

Stehender Vishnu mit acht Armen

Die Pyramide von Südwesten

Untere Kreuzgalerie

Halle im unteren Hof Treppenhaus

Die oberste Stufe der Pyramide von Südwesten
Devata

Apsara

Die Pyramide von Osten

 

Updated: 03. Dez. 2011.

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